Das Brennen & Veredeln

Getränke mit einem höheren Alkoholgehalt als 15% wurden erst möglich, nachdem Arnaldus de Villanova das Geheimnis der Destillation von einem Kreuzzug mit nach Europa brachte. Bei der Destillation werden leichter verdampfbare Flüssigkeiten von schwerer verdampfbaren Flüssigkeiten getrennt.

Kein Brennvorgang gleicht dem anderen. Das Gespür des Brennmeisters und seine Erfahrungen sind ein wesentlicher Faktor für die Qualität des feinen Brandes.

Gebrannt wird in zwei Durchgängen. Der Rohbrand (auch Raubrand genannt) ist das Ergebnis des ersten Brennvorgangs. Er wird unverändert dem zweiten Brennvorgang zugeführt.

Die Basis für unsere Feinbrand-Kompositionen

Aus dem zweiten Brennvorgang lässt sich bereits trinkbarer Brand gewinnen. Dazu wird der Mittelbrand des ersten Durchgangs über eine lange Zeit gleichmäßig erhitzt und daraus der trinkbare Mittelbrand entnommen, bis nach Ermessen des Brennmeisters in den Nachbrand übergegangen wird. Der Mittelbrand oder -lauf entspricht dem 96%igen Feinbrand, der in seiner Reinheit und Qualität unübertroffen ist. Dieser Feinbrand ist die Basis für alle edlen Feinbrand-Kompostionen unseres Sortiments.

Unser Edelkorn entsteht durch das Spindeln (Reduzieren) des Feinbrandes auf einen Alkoholgehalt von 38,5% .

Bei anschließender Lagerung in Eichenfässern geben wir unserem Edelkorn etwa ein Jahr Zeit, sein volles Aroma in Geruch und Geschmack zu entfalten und zu einem unverwechselbaren Genuss zu reifen.

Der Brennprozess

Die edlen Liköre und Magenbitter entstehen anschließend durch die Zugabe von Früchten, Kräutern und Gewürzmischungen nach traditionellen Rezepturen und erneuter Lagerung in Eichenfässern. 

Bei anschließender Lagerung in Eichenfässern geben wir unseren Spirituosen etwa ein Jahr Zeit, ihr volles Aroma in Geruch und Geschmack zu entfalten und zu einem unverwechselbaren Genuss zu reifen.

Haben Sie Lust sich ein Bild davon zu machen?

Besuchen Sie unser Klostergut und besichtigen Sie das Kloster, die Brennerei und das Fasslager. Sie erhalten spannendes Hintergrundwissen zur Herstellung und Lagerung unserer Edel-Kompositionen. 

1
Rohstoffmischung
Nach Mischen von Weizen und Wasser wird die im Weizen enthaltene Stärke im Henze-Dämpfer freigelegt damit sie verzuckert und vergoren werden kann. Es entsteht ein Brei, die sogenannte Maische.
2
Maischebereitung
Der Maische wird Gerstendarrmalz zugesetzt. Das Malz bewirkt eine Umwandlung der Stärke in Zucker. Aus Qualitätsgründen wird Gerstendarrmalz verwendet und keine technischen Enzympräparate. Hierdurch entsteht ein leichter Brotgeschmack und das angenehme Aroma des Wöltinger- oder Edelkorns.
3
Alkoholische Gärung
Im Gärkessel wandelt sich die verzuckerte Maische durch die Einwirkung von Hefe in Alkohol und Kohlensäure um.
4
Destillation (Rohbrand)
Die vergorene Maische wird in der Rohbrandkolonne zum Sieden gebracht. Der in Form von Dampf entweichende Alkohol wird am oberen Ende der Kolonne aufgefangen und durch Abkühlen wieder verflüssigt. Dies ist die erste Destillation, der Rohbrand.
5
Rektifikation
Durch Rektifikation in der Feinbrandblase wird ein 96%iger Kornbrandwein von unübertroffener Reinheit gewonnen.
6
Herstellung
Der hochprozentige Feinbrand wird auf die gewünschte Trinkstärke mit eigenem Quellwasser herabgespindelt. Neben dem bekannten Wöltingeroder Edelkorn werden beliebte Liköre und bekömmliche Magenbitter nach altbewährten Rezepturen hergestellt.
7
Lagerung und Abfüllung
Die endgültige Reife des Wöltingeroder Edelkorns wird durch sorgfältige Lagerung in Eichfässern im Gewölbe des Klosters erreicht.